Der Brexit und Irland – Konsequenzen eines britischen EU-Austritts für die „Insel hinter der Insel“

Termin Details

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  • Ort: Hoschschule Furtwangen
  • Gebühr: Spendenbasis
  • Referent: Eckhard Ladner, Studien- und Programmleiter des Europ. Bildungs- und Begegnungszentrums Irland
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Die „irische See“ zwischen der britischen Hauptinsel und ihrer kleinen, irischen Schwester scheint etwas breiter, um den Mull of Kintyre herum, allerdings eher etwas schmaler geworden zu sein. Denn mit 62 Prozent bzw. 56 Prozent hatten Mehrheiten in Schottland bzw. Nordirland im Juni 2016 deutlich gegen einen EU – Austritt des Vereinigten Königreiches gestimmt. Zudem erweist sich die Republik Irland als äußerst zuverlässiges Mitglied der EU trotz ihrer sehr engen Verbindung zum United Kingdom.

Welche Folgen nun könnte der (höchstwahrscheinlich) am 1.1.2021 in Kraft tretende „Brexit“ für die Ökonomien und Sozialstrukturen der grünen Insel haben? Was würde das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU für die innerirische Grenze und das Verhältnis der beiden Irlands zueinander bedeuten? Würde sich in Nordirland gar die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Ausbrechens paramilitärischer Aktivitäten, die v.a. auch dank des Friedensabkommens von 1998 nahezu vollständig eingestellt wurden, erhöhen? Oder würden sich gar die Chancen für ein vereinigtes Irland verbessern? Oder beides..?

Diese Fragen lassen sich erst nach einem Überblick über die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklungen der heutigen Republik seit der Teilung Irlands in den 1920er Jahren sowie einer historischen und gesellschaftlichen Analyse des sog. Nordirlandkonflikts beantworten.

 

Der Vortrag findet in Kooperation mit der Hochschule Furtwangen im Rahmen des Studiums Generale und der Landeszentrale für politische Bildung BW statt.

Veröffentlicht: Donnerstag, 27.8.2020