St. Ottilien und Kartaus Freiburg

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Die Gruppe startet am Aufgang zum Greifeneck-Schlössle in Freiburg (Martinstor), um den autofreien Höhenweg nach St. Ottilien zu erwandern. Dieser Weg birgt eine Fülle von Ausblicken auf den Stadtteil Oberwiehre, die Weinhänge Oberwiehre und das Dreisamtal, St. Ottilien ist ein Waldheiligtum. Es liegt auf 480 Meter Höhe und ist eines der ältesten Wallfahrtsziele im Breisgau.

Die Kapelle ist der Hl. Odilia geweiht. Ihre Attribute sind Äbtissinnenstab und Buch auf dem zwei oder drei Augen liegen. Odilia um 600 als Tochter des elsässischen Herzogs Attich blind geboren und durch wundersame Weise geheilt wird von augenleidenden Menschen angerufen. Auch der kleinen radonhaltigen Quelle wird heilende Wirkung zugesprochen. Bei der Führung bekommt die Gruppe einen umfassenden Einblick in die bewegte Geschichte dieses Waldheiligtums und die 1966/67 bei Renovierungsarbeiten freigelegten wertvollen Fresken.

Eine kleine Mittagspause dient der Entspannung ehe man hinübergeht zur Kartaus, die zurückgeht auf eine ehemalige private Stiftung des Ritters Johannes Snewlin aus dem Jahre 1345. Mit zwei Mönchszellen fing die Kartaus an. Nach und nach wuchs der Bedarf und es fanden Erweiterungen der Gebäude statt. Viele zeitgenössische Kunstgrößen u.a. der schwäbische Maler Hans Baldung Grien wurden an diesem nunmehr beachtlichen Gebäudekomplex tätig, der im Laufe seines Daseins die unterschiedlichsten Nutzungen erfahren musste. Lauschen wir der Führung und bekommen so einen umfassenden Einblick was die Kartaus einmal war und was sie heute wieder ist.

Beherbergt sie doch heute eines der 14 United World Colleges, einer Einrichtung der Robert-Koch-Stiftung, die 2014 mit 100 Schülern aus 70 Nationen den Schulbetrieb aufnahm.

Veröffentlicht: Sonntag, 02.2.2020